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28 Produkte in der Datenbank · Preise zuletzt geprüft am 6. November 2026

Zubehör

Mähroboter-Garage: kaufen oder selber bauen?

Braucht ein Mähroboter eine Garage? Maße, Herstellergaragen, Universalmodelle und worauf Sie beim Selbstbau achten müssen.

Welcher Mähroboter passt zu Ihrem Garten?Fünf Fragen, drei Modelle mit Begründung.Zum Finder →
Holzunterstand am Rasenrand vor einer Hecke, darin ein Mähroboter auf seiner Ladestation
Symbolbild (KI-generiert)

Eine Mähroboter-Garage brauchen Sie nicht, aber sie hält Sonne, Laub und Regen von Mäher und Ladestation fern. Am wenigsten Ärger macht die Garage des Herstellers, weil sie auf Station und Sensoren abgestimmt ist. Wer eine Universalgarage kauft oder selbst baut, muss drei Dinge prüfen: Luft, freier Himmel über dem Empfänger und eine freie Einfahrt.

Garagen führen wir noch nicht als eigene Produkte in unserer Datenbank. Auf dieser Seite stehen deshalb nur die Garagenpreise, die die Hersteller auf den Seiten ihrer Mäher nennen, ohne Kauflinks.

Braucht ein Mähroboter eine Garage?

Nein. Die Geräte sind für den Dauerbetrieb draußen gebaut, viele Hersteller nennen dafür eine Schutzart: Die Navimow-Modelle der i2-Serie haben laut Datenblatt IP66, der Mammotion LUBA mini 2 AWD 1000 IPX6, die GARDENA smart SILENO free und sense IPX5. Regen allein ist also kein Grund für ein Dach.

Trotzdem gibt es gute Gründe für eine Garage:

  • Saubere Sensoren. Mäher mit Kamera oder LiDAR orientieren sich optisch. Laub, Blütenstaub und Vogelkot auf der Linse stören genau das. Bei diesen Modellen halten wir die Garage für sinnvoller als bei einem Mäher mit Begrenzungskabel.
  • Schatten beim Laden. Akkus mögen keine pralle Mittagssonne. Steht die Ladestation ohne Schatten auf der Südseite, hilft ein Dach.
  • Weniger Pflege an den Ladekontakten. Was nicht auf die Station fällt, muss auch nicht weggewischt werden.

Wenig bringt eine Garage, wenn die Station ohnehin unter einem Dachüberstand oder einem Strauch steht. Und wenn Sie den Mäher im Winter in Keller oder Schuppen holen, schützt sie nur in der Mähsaison. Vor Diebstahl schützt sie gar nicht, eher im Gegenteil: Ein Häuschen am Rasenrand zeigt, wo das Gerät parkt. Was dagegen hilft, steht unter Mähroboter vor Diebstahl schützen.

Was kosten die Garagen der Hersteller?

Vier Hersteller nennen auf den Produktseiten von sieben Mähern einen Garagenpreis. Alle Angaben: Stand 06.11.2026.

MäherGaragePreis
Navimow i210 LiDAR ProGarage Maktionsweise gratis (UVP 199 €)
Navimow X420Garage X269,00 €
Mammotion LUBA 3 AWD 3000Garage199 €
Mammotion LUBA mini 2 AWD 1000Garage miniBundle 1.499 €, so viel wie der Mäher allein
Ecovacs GOAT A3000 LiDAR PRO, GOAT O800 RTKGarage129,99 €
Dreame A3 AWD Pro 3500Garage249 €

Hersteller legen die Garage immer wieder in Aktionen dazu, Navimow etwa die Garage M (UVP 199 €) beim i210 LiDAR Pro. Solche Aktionen laufen befristet und ohne angekündigtes Ende, prüfen Sie das vor dem Kauf auf der Produktseite. Beim LUBA mini 2 AWD kostet das Bundle mit Garage mini 1.499 € und damit so viel wie der Mäher allein (Stand: 06.11.2026). Die günstigste Herstellergarage in unseren Daten ist die von Ecovacs mit 129,99 €, die teuerste die Garage X für den Navimow X420 mit 269,00 € (beide Stand: 06.11.2026).

Für GARDENA, Husqvarna, Worx, STIHL, Bosch, Sunseeker und Lymow haben wir noch keine Garagenpreise erfasst. Ob es dort passende Modelle gibt, sehen Sie im Zubehör des jeweiligen Herstellers.

Universalgaragen

Universalgaragen aus Holz, Kunststoff oder Metall gibt es von vielen Anbietern. Daten dazu haben wir nicht, deshalb nennen wir weder Preise noch Modelle. Prüfen Sie vor dem Kauf diese Punkte, dann passt auch eine Garage ohne Herstellerlogo:

  • Innenmaße gegen die Maße von Mäher und Ladestation, inklusive Bodenplatte
  • Einfahrt gerade und ohne Schwelle
  • Dachmaterial, wenn Ihr Mäher mit Satellitensignalen navigiert (dazu gleich mehr)
  • offene Seiten oder Lüftungsschlitze

Wie groß muss eine Mähroboter-Garage sein?

Eine allgemeine Größe gibt es nicht, und die Abmessungen der Mäher haben wir noch nicht in unseren Daten. Messen Sie deshalb selbst, und zwar am aufgebauten Gerät auf der Station:

  1. Länge vom hinteren Ende der Ladestation bis zur Mäherspitze
  2. Breite an der breitesten Stelle, meist den Rädern
  3. Höhe am höchsten Punkt. Bei LiDAR-Modellen ist das die Sensorkuppel auf dem Dach, bei einigen Geräten eine Kamera oder Antenne.

Dazu kommt Luft an allen Seiten, damit der Mäher beim Andocken nicht am Rahmen schrammt und warme Luft abziehen kann. Wie viel, hängt davon ab, wie genau Ihr Modell die Station anfährt.

Eine Verwechslungsgefahr gibt es bei den Durchfahrtsbreiten in den Datenblättern: Der Mammotion YUKA mini 2 1000 passt laut Hersteller durch Durchgänge ab 55 cm, der Ecovacs GOAT O800 RTK ab 0,7 m, der Sunseeker S4 durch Engstellen ab 80 cm. Diese Werte beschreiben, wie schmal ein Weg im Garten sein darf. Als Innenmaß für eine Garage taugen sie nicht.

Darf die Garage die Navigation stören?

Sie darf es nicht, und bei Mähern mit Satellitennavigation passiert es leicht. Stiftung Warentest schreibt, dass Antenne und Mäher bei satellitengestützten Modellen möglichst freie Sicht in den Himmel brauchen und dass dichte Bäume oder große Dächer das erschweren (test.de). Ein Garagendach ist ein kleines Dach direkt über dem Empfänger. Metall lässt Funksignale grundsätzlich schlecht durch, ein Blechdach ist für diese Modelle deshalb die schlechteste Wahl.

Was das für Ihr Gerät heißt, hängt von der Navigation ab:

  • RTK mit eigener Station (Sunseeker S5, Lymow One Plus, Ecovacs GOAT O800 RTK): Die Referenzstation oder Antenne gehört nie unter das Garagendach.
  • Netz-RTK und GNSS ohne eigene Antenne (zum Beispiel Navimow i208 AWD, Mammotion LUBA, Worx Landroid Vision Cloud, Husqvarna mit EPOS, GARDENA smart SILENO free): Der Empfänger sitzt im Mäher. Wählen Sie ein Dach ohne Metall und stellen Sie die Garage so, dass der Mäher nach dem Ausfahren sofort freien Himmel hat.
  • LiDAR und Kamera ohne Satelliten (zum Beispiel Navimow i215 LiDAR, Dreame A2 und A3, Ecovacs GOAT A3000): Hier zählt die Sicht nach vorn und zur Seite. Wände, die weit in die Einfahrt ragen, verdecken beim An- und Abdocken die Umgebung, an der sich der Sensor orientiert.

Welches Gerät welche Technik nutzt, steht ausführlich unter RTK, LiDAR oder Kamera.

Kann man eine Mähroboter-Garage selber bauen?

Ja, und mit etwas Holz und einem Nachmittag geht das gut. Halten Sie sich an diese Regeln:

  • Lüften. Mindestens eine Seite offen oder deutliche Lüftungsschlitze. Der Akku lädt in der Garage, die Wärme muss raus.
  • Hitze draußen lassen. Ein heller Anstrich und ein Dach, das Schatten wirft, ohne die Luft zu stauen. Dunkle, geschlossene Kästen in der Sonne heizen sich auf.
  • Kein Metall über Satellitenempfängern. Bei RTK- und GNSS-Modellen ein Dach aus Holz oder Kunststoff, keine Blech- oder Alu-Abdeckung.
  • Ladestation nicht verbauen. Netzteil und Kabel bleiben erreichbar, die Station bleibt dort, wo sie in der App eingerichtet ist. Müssen Sie sie für die Garage versetzen, prüfen Sie in der App, ob Karte oder Rückweg neu angelegt werden müssen.
  • Kamera und Sensoren frei lassen. Die Garage darf weder den Blick der Kamera beim Ausfahren verdecken noch die Einfahrt verengen.
  • Keine Schwelle. Der Rasen vor der Station sollte eben sein, damit der Mäher gerade andocken kann.

Was ein Selbstbau nicht leistet: Bei einer Herstellergarage hat der Hersteller die Maße von Station und Sensoren berücksichtigt. Beim Eigenbau tragen Sie dieses Risiko selbst. Merken Sie nach dem Aufbau, dass der Mäher öfter nicht andockt oder die Position verliert, nehmen Sie das Dach probeweise ab. Dann sehen Sie schnell, ob die Garage schuld ist.